Beiträge von Annemarie

    Das sehe ich ähnlich wie Enscha.


    Diese Leinen finde ich doof, nichtsdestotrotz hätte ich mir manchmal eine gewünscht.


    Ich habe auch schon unterwegs so manche verzweifelte Situation erlebt, wenn das Kind partout nicht weiter will oder ganz woanders hin will, als man hin muss. Einmal hat er es sogar geschafft, dass der Buggy mitten auf der Straße in Einzelteile zusammenflog.


    Am Schlimmsten sind dann Menschen, die sich einmischen müssen. Einmal hielt eine Frau an und wollte meinem Sprössling etwas zu trinken geben, weil sie meinte, das Kind bocke so rum, weil dehydriert sei.


    Und was soll man mit einem Kind machen, das nicht aus dem Auto aussteigen will, obwohl man einen Termin in der Uniklinik hat?


    Uns ist es ja nicht einmal gegönnt auf den nahe am Eingang liegenden Behindertenparkplätzen zu parken. Davon müsste es mehr einfach geben, auch für „nur“ G-Behinderte, nicht nur für AG.


    Wenn da die Bildzeitung mal auch eine Antwort drauf hätte...


    Besinders verlogen finde ich, dass die BILD dann im Anschluss an den Artikel noch die nüchtern klingenden Diagnosemerkmale auflistet.


    Dieses bockige Verhalten wird da ja nicht beschrieben, so dass „Autismus“ an sich recht harmlos klingt. Der typische Leser wird diese Autismus-Merkmale wohl nicht maßgeblich für die Story halten, die ja eher das Klischee „asoziale Mutter -ungezogenens Kind“ vermitteln will.

    Annemarie, da bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher.


    Zum einen, weil ich eben nicht immer zuverlässig in der Lage bin mich so schön auszudrücken und gerade in so einer Situation sicher nicht mehr so einfach sachlich bleiben kann.
    Zum anderen habe ich schon Patienten getroffen die einen richterlichen Beschluss hatten und mit denen man sich sehr gut unterhalten konnte. Also das ist mit Sicherheit kein Kriterium dafür, dass der Richter einen Patienten wirklich ernst nimmt.


    Liebe Trixi,


    sicher ist es in einer solchen Situation schwierig, sachlich zu bleiben.
    Aber, es gibt ja auch die Möglichkeit, sich schriftlich zu äußern.


    Vorteil ist, Dein Vortrag landet auf jeden Fall in der Akte. Und beim Verschriftlichen fällt die Sachlichkeit leichter. Du kannst schließlich gut schreiben, das ist offensichtlich.

    [...]


    Zwar muss JEDER Richter mit dem betroffenen Patienten sprechen, aber ich hab noch NIE gehört, dass ein Richter sich gegen den Arzt entschieden hätte.


    Na ja, aber wenn sich jemand so wie Du sehr artikuliert und sachlich ausdrücken kann, wird er mit Sicherheit Gehör bei den allermeisten Richtern finden.


    Der Richter wird dann beim Arzt doch immerhin noch mal kritisch nachfragen, und zumindest ein Kompromiss ist dann wahrscheinlich.

    Diese Aussage ist doch furchtbar. Das kann doch nicht sein, dass man sich in Deutschland - einem eigenmtlich sicheren Land - vor menschenrechtsverletzenden Zuständen in Psychiatrien schützen muss.
    ...
    t.


    Es ist einfach furchtbar, darüber nachdenken. Deshalb verdrängen die meisten gerne, wie ich auch, dass es solche Probleme eben gibt.


    Und nicht nur in Psychiatrien. Es geht auch um Einrichtungen der Behindertenhilfe, normale Krankenhäuser und so weiter.
    Mitarbeiter, die sich wehren, droht die Entlassung, hatten wir ja gerade in dem anderen Thread.


    Überall gibt es Missstände.


    Auch in so einem Land wie Deutschland.

    Da ist was dran. Ganz kann man sich nicht schützen.


    Aber man muss sehen, dass man möglichst nicht in den Bereich gedrängt wird. Wenn man solche Geschichten vor Augen hat, ist es mit besonderen Kindern wichtig, von Anfang an präventiv zu handeln.


    Ein Haus- und Kinderarzt, den man vertrauen kann und einen nur an verantwortlich handelnde Stellen weiterverweist, und der einen auf seinem Weg unterstützt, wäre die erste Voraussetzung.


    Sich ein Netzwerk an nur kompetenten Fachkräften von Anfang an aufbauen. Verbündete haben...


    Das ist nicht immer möglich. Aber man sollte es versuchen. Kann wirklich eine Art „Versicherung“ sein.

    Ich habe gerade bei Amazon die Kundenkritiken zu dem Buch gelesen. Geht auch nicht raus hervor.


    Das hat wohl rechtliche Gründe, dass der Name nicht genannt wurde. Die Eltern wollen sicherlich nicht in Grund und Boden verklagt werden.


    Erschreckend ist, dass manche Rezensenten /Kommentarschreiber dort das Vorgehen der Anstalt noch rechtfertigen.

    Ja, liebe Trixi,


    es ist schon gut, wenn man einen lieben Menschen hat, dem man eine Vorsorgevollmacht anvertrauen kann. Dann braucht man keinen Betreuer und sein Mann oder seine Mutter oder wen man auch beauftragt hat, kann sich gleich kümmern.


    Es kann ja so schnell was passieren, ein Schlaganfall zum Beispiel.


    Denkt bitte da alle mal drüber nach.

    http://www.bild.de/news/auslan…ch-her-53672718.bild.html



    Auch ein erschreckender Artikel.


    Wobei die Art der Berichterstattung das Schlimmste ist: „angeblich autistischen Sohn“ (siehe Bildunterschrift).


    Es wird so getan, als ob man Autismus als Ausrede benutzen würde.


    Übrigens - das mit der Hundeleine mag ja befremdlich klingen. Tatsächlich sind aber Kinderleinen im englischen Sprachraum viel stärker verbreitet als bei uns - auch für Kinder ohne Behinderungen (Stichwort: „Sicherheitsdenken“).

    Erschreckend.


    Lasst Euch oder Eure Kinder nie entmachten. Gebt sie niemals irgendwo hin, wo Ihr nicht die Kontrolle habt. Nur dann könnt Ihr sicher sein, solche Szenarien zu verhindern.

    Ach so, wenn Du die professionelle Zahnreinigung meinst, die ja sowieso keine Kassenleistung ist, ist das klar.


    Für die Entfernung von Zahnstein hingegen müsste sie dann m.E. schon übernommen werden, wenn Du da sehr sensitiv bist. Schließlich kannst Du dafür ja nichts, wenn bei Dir das Schmerzempfinden anders veranlagt ist.

    Ich habe keine Zeit, mir die verlinkten Videos oder Texte anzusehen.
    Was mir nur aus den Kommentaren auffällt, dass eine Grundvoraussetzung noch nicht genannt wurde, nämlich die Wahrnehmung.
    Autisten können durchaus emphatisch sein. Aber eine Situation muss erstmal überhaupt wahrgenommen werden.
    Früher lief unser Spatz einfach durch Menschen „hindurch“, er hat gar nicht mitbekommen, wenn ihm jemand entgegen kam. Dies hat sich heute gebessert. Die Wahrnehmung der Umwelt ist besser geworden.
    Ihm können nun auch hinterher Dinge leid tun, auch wenn er sie in der fraglichen Situation noch nicht einschätzen kann.