ARD: Warum Kinder keine Tyrannen sind

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  • Unkeler Kinderheim erneut in der Kritik - HWZ


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    Monika                                                                                                  

                                                                               

  • Großartige Stellungnahme!!


    Zitat


    Die im Film gezeigten Praktiken betreffen viele junge Menschen und Einrichtungen der
    Jugendhilfe. Sie lassen sich nicht zuletzt auf ein Bedürfnis nach Vereinfachung zurückführen,
    welches sich nicht an den Bedarfen der Menschen orientiert, sondern an dem Wunsch nach
    einer kostengünstigen Jugendhilfe und einem sparsamen Gesundheitswesen.

  • Es wäre so wichtig, dass ein Richter hier deutliches Recht spricht, so dass die vielen anderen Beteiligten sich nicht mehr sicher fühlen in ihren Taten!


    Jetzt habe ich lange dazu nichts geschrieben, weil der Schock zu tief sitzt.
    Ich habe das mit den Kliniken und den Medikamenten so nicht gewusst - ich ging immer davon aus, dass er andere Therapieformen in seiner Praxis hat.

    An anderer Stelle habe ich ja sein erstes Buch ziemlich verteidigt.

    Ich stehe auch weiter hinter vielen Aussagen, die dort zu finden sind - natürlich nicht, wenn die Auswirkung die Medikamentengabe in dieser Form ist oder Diagnosen gestellt werden damit eine gestellt ist um einen Grund zu finden, mit Medikamenten zu behandeln.


    Aber - ohne Herr Winterhoff in Schutz zu nehmen,

    es ist eine Systemfrage, nämlich - wie sehen wir die Kinder in unserer Gesellschaft, wie frei dürfen Kinder Kinder sein, auch wenn sie unbequem zu sein scheinen.

    Für wen sind sie denn unbequem? - für das System, das Druck darauf ausübt, wie angepasst Kinder sein müssen, von klein auf müssen sie z.T. schon funktionieren.

    Und was nicht funktioniert, erhält eine Diagnose und muss in irgendeiner Form therapiert werden.


    So - und hier möchte ich einen wichtigen und in der Öffentlichkeit kaum diskutieren Sprung machen zu den Menschen mit Behinderung im Kinder- und Jugendbereich und/oder als Erwachsene,

    vorallem diejenigen die in Einrichtungen leben.

    Und hier heißt das Mittel: Risperidon - zur Impulssteuerung soll es sein, aber es legt lahm je nach Dosierung sehr lahm.

    Und dann ist man passend für eine Einrichtung.


    Neben Herr Winterhoff sind es viele andere ebenso die so handeln damit Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Menschen mit Behinderung, psychisch Erkrankte und Demente in unser System passen - und das muss alles zusammen eine breite Öffentlichkeit finden.

    Es muss nachgedacht werden - in welch einer Gesellschaft wollen wir leben?

  • Isolde Da sprichst du ja was an! Das ist ein Thema, was unbedingt diskutiert werden muss. Psychopharmaka und Neuroleptika können Segen und Fluch sein. Ein Segen sind sie, wenn sie den psychisch erkrankten Menschen helfen, dass es ihnen selbst wieder gut geht und alle anderen Alternativen bereits ausgeschöpft wurden. Dann können sie die Lebensqualität steigern und sogar auch Leben retten.


    Ein Fluch sind sie allerdings, wenn man damit die Menschen nur ruhig stellen, gefügig und angepasst machen will und das passiert leider viel zu oft in den Institutionen, um Arbeitsabläufe zu erleichtern und es kaum Zeit für eine individuelle Begleitung gibt. DAS darf NICHT sein und das ist eine Form von Medikamentenmissbrauch und richtet sich GEGEN die Menschen!!!!

  • Ein Fluch sind sie allerdings, wenn man damit die Menschen nur ruhig stellen, gefügig und angepasst machen will und das passiert leider viel zu oft in den Institutionen, um Arbeitsabläufe zu erleichtern und es kaum Zeit für eine individuelle Begleitung gibt. DAS darf NICHT sein und das ist eine Form von Medikamentenmissbrauch und richtet sich GEGEN die Menschen!!!!


    Da gebe ich Dir absolut recht.
    Ich spreche auch nicht den Kreis an, der auf diese Medikamente wirklich angewiesen ist - meist hat dieser Personenkreis auch zusätzliche begleitende Therapien.


    Und dann kommen wir zum 2.ten Personenkreis.

    Die bekommen Medikamente obwohl in den Beipackzetteln steht, dass die nur eine bestimmte Zeit genommen werden sollen und dass gleichzeit eine begleitende Therapie stattfinden soll um neue Verhaltenweisen zu erlernen. D.h. zu den Medikamenten müssen in irgendeiner Form durch bestimmte Menschen, vielleicht Fachkräfte, diese begleitende Maßnahmen im Alltag erlernt werden.

    Ich sehe es bei meinem Sohn und bei einer anderen Mutter in der gleichen Situation - diese begleitenden Maßnahmen gibt es nicht.

    Und das darf nicht sein.


    Jetzt stelle ich mir die Frage ob bei den Patienten von Herrn Winterhoff und anderen Therapeuten denn diese begleitenden Maßnahmen durchgeführt werden,

    oder ob es tatsächlich Ruhigstellungs- und angepasstsein Medikamente sind, damit die Kinder und Jugendliche ins System passen.

    Und die Art wie Herr Winterhoff gehandelt haben soll, dass die Kinder und Jugendliche die Medikamente bekommen, das geht schon einmal gar nicht.


    Aber genau diese Machart / Ohnmacht von Angehörigen - erinnert mich an die Art und Weise, wie mein Sohn zu Risperidon kam. Nur ich wurde tatsächlich noch gefragt. Aber ich hatte keine Alternative außer "nein". Dann wurde aber mit der Angst gespielt, dass es dann fraglich ist ob mein Sohn dann noch in dem Haus leben kann, weil er nicht rund-um-die-Uhr bewacht werden kann. Und die Gründe die vorgeschoben wurden, dass es überhaupt zu dieser Klinik und dem Medikament kam - ist mehr als fraglich.


    Da sind die Angehörigen schon gestresst und verzweifelt, weil sie die Lage grad nicht mehr beherrschen und dann kommt ein Arzt mit Medikamenten daher und ein bisschen suptilem Druck, und unterschreibt man da nicht tatsächlich Vieles?


    Da lobe ich mir - auch wenn es ebenso umstritten ist bei vielen Eltern - das Kinderzentrum München. Hier wurde Therapie gemacht, zusammen mit Kind und Eltern und das ganze ohne Medikamente; nur im Erwachsenenbereich gibt es diese Form nirgendwo mehr, da haut man die Medikamente heraus.


    Wie gesagt - das System krankt und findet Ärzte die mitmachen und Menschen die Opfer werden.

  • Zu dem Ablauf und den Behandlungsmethoden in seiner Praxis:

    Aktuelles | Dr. med. Michael Winterhoff (michael-winterhoff.com)


    Viele Grüße
    Monika                                                                                                  

                                                                               

  • Die Kinder sind dem System ausgeliefert. Es ist so furchtbar.

    Die Eltern, deren Kinder in einer der Einrichtungen aufgenommen werden, werden wohl oft nicht gegen eine Medikation angehen.

    Sie haben sicher selber Probleme die sie erst mal bewältigen müssen.


    Sie haben doch der einen Mutter sogar das Sorgerecht entziehen wollen, weil sie die Medikamente in Frage stellte... ich sehe da selbst kämpferische Eltern völlig chancenlos

    Es wurde auch einem Vormund gedroht, wenn ich mich richtig erinnere.


    Seien wir ehrlich: Der großteil der Eltern wird selbst mit Kämpfen keine wirkliche Chance gehabt haben, ohne ihre Kinder noch mehr zu verlieren. Gerade bei jüngeren Kindern ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Jugendamt sich für die Unterbringung entschieden hat und das wahrscheinlich auch gegen den Willen der Eltern. Das sollte man bei allem nicht übersehen.

    Und wer sich ein bisschen im System auskennt, weiß auch, dass man gegen eine Fachperson kaum eine Chance hat, weil deren Meinung, Urteil, Ansicht immer sehr viel höher gewertet wird.



    Ansonsten wird mit beruhigenden und sedierenden Medikamenten im Erwachsenen Bereich ziemlich rumgeworfen.

    Das genannte Medikament ist aber glaub ich weniger häufig, dafür dann gleich stärkere Medikamente wie Truxal oder Tavor.


    Generell sollte das Thema Beruhigungsmittel dringend mal genauer angeschaut werden. Es ist einfach sehr krass, was da alles läuft.

    Auch wenn mir bisher nicht bewusst war, dass es auch in diesem Ausmaß im KuJ Bereich so ist.

    In meiner KJP in der ich war wurden tatsächlich relativ wenig Medikamente verordnet, was ich so mitbekommen habe.

    Ich selber habe z.B. erst nach 2 Jahren mit 17 ein Medikament bekommen, obwohl die Problematik vorher bereits genau so war.


  • Viele Grüße
    Monika                                                                                                  

                                                                               

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    Monika