Beiträge von Enscha

    Zitat

    Intensivpflege-Patienten, die am sozialen Leben teilhaben, können auch künftig zu Hause betreut werden.

    aus dem Link zitiert



    Wer wird denn künftig entscheiden, was gilt als „am sozialen Leben teilhaben“??? Muss ich dafür

    - sprechen können oder jemand anschauen

    - Besuch bekommen

    - in die Öffentlichkeit gehen können

    Oder was???


    der Minister wird mir immer suspekter. Hat der keinen Durchblick oder ist der so fies??

    Die BRK will doch grade die Grenzziehungen AUFHEBEN. Soziale Teilhabe gibt es doch im privaten Raum viel mehr als im Pflegeheim? Und in jedem (!) Fall sollten das doch die Betroffenen am besten entscheiden können!?!

    😳


    Furchtbar.

    Was mich langsam mal interessieren würde: ist das ein verschärft deutsches Problem, institutionelle (und andere) Misshandlung von Kindern in solchem Ausmaß (NS-Zeit, und speziell Haarer lassen grüßen)? Oder ist das in anderen westlichen Ländern vergleichbar schlimm?

    Hans hat Hausaufgaben auf: er soll Nachrichten gucken. Oder hören.
    Ich finde es ja löblich, auch Kindern mit gB Politik nachzubringen, aber für Hans sind das böhmische Dörfer.

    Tagesschau geht gar nicht, das überfordert ihn, nachher kriegt er noch Alpträume von den Bildern.

    Kindernachrichten sind zwar thematisch zumindest bereinigt, aber auch nicht leicht (zb zu schnell gesprochen)

    Nachrichten in Leichter Sprache sind, soweit ich sehe, Lesetexte oder Audiotexte. Was ja eigentlich unlogisch ist, Visualisierung wäre ja viel leichter.


    Weiß jemand von Euch was Gutes, was ich noch nicht gefunden habe?

    Zitat

    Dass sich der Arbeitsmarkt allein über das Ideal der Diversität regulieren wird.

    Das habe ich auch nicht behauptet.

    Wir haben: einen neoliberal geprägten Arbeitsmarkt, geprägt vom Leistungsorientierung und sozialer Ungerechtigkeit.
    Wir brauchen: faire Strukturen, die individuell unterstützen. Aber wir brauchen keine pauschal formulierte „Fürsorgepflicht für Autisten“. Wir haben bereits ein Grundgesetz, das verlangt, niemand wegen seiner Behinderung zu benachteiligen, wir haben eine UN-BRK, die den Aufbau inklusiver Strukturen einfordert. Für ALLE Bedürftigen.

    Was nun fehlt ist der Wille zur Umsetzung durch die Regierenden.


    Dass (ob der geringen Unterzeichnerzahl) vermutlich auch nur wenige Autisten unterschrieben haben, dürfte entsprechend auch an dem zentralen Begriff „Fürsorge“ liegen, der eben für viele auch „Bevormundung“ impliziert. Sich unter jemandes Fittiche zu begeben.

    Und eben nicht „Hilf mir, es selbst zu tun“ oder „schaffe faire Rahmenbedingungen für alle“.

    Ehrlich gesagt, finde ich „Fürsorgepflicht für Autisten“ ziemlich unglücklich. Die Petentin (heißt das so?) betont am Ende, dass Fähigkeiten mehr als Defizite gesehen werden müssen. Dabei macht sie selber genau den Fehler: sie stellt pauschal alle Autisten als fürsorgebedürftig hin. Das brauchen wir nicht. Sondern wir brauchen einen Arbeitsmarkt, der besser darin ist, diversitätsbedingte Schwächen und Besonderheiten auszugleichen.

    Hallo Anni,


    also aus meiner Sicht: eine Tagesstruktur braucht es auf jeden Fall. Und die räumliche Trennung von Tagesstruktur einerseits und Wohnen andererseits hat auch gute Gründe. Insofern muss die Wohnform meiner Träume die Frage nach der werktäglichen Beschäftigung nicht lösen.

    Aber Hans hat auch an Feierabend, Wochenende und in den Ferien relativ hohen Unterstützungsbedarf. Er wird Anleitung brauchen bei der Körperpflege, beim Aufräumen und Sauberhalten, rund ums Essen, bei der Strukturierung seiner Freizeit, beim Sozialkontakt, ...


    Eine Bekannte holt ihren Sohn fast jedes Wochenende aus dem Wohnheim, weil dort nix los ist, auch viele andere Bewohner sind offenbar bei den Eltern. Das ist zwar angenehm für die Betreuer und den Trägerverein, aber eigentlich gehören junge Erwachsene am Wochenende nicht zu Mutti, sondern unter ihresgleichen...

    In einer WG ist immer was los. Und dennoch bliebe Hans selbstbestimmt und hätte genug Ruhe und Struktur, und eben „Leben in der Bude“.

    Ich hole ihn dann auch gerne am Wochenende, aber gut wäre schon, wenn er öfter sagen könnte: „Nein Danke, Mama, ich hab schon was vor.“ Oder „keine Zeit, wir machen heute Glotzabend/Party/Gulaschsuppe/...“

    Hallo,


    das hört sich toll an.

    Um zu prüfen, ob das in der Zukunft was für einen wäre, kann man am einfachsten hingehen, das Haus ist ja konzeptionell eh offen. Mit Sicherheit werden auch Führungen oder Vorträge angeboten, bzw Feste und Tage der offenen Tür.

    Wir haben hier in München auch so einen inklusiven Wohn-Leuchtturm, allerdings dezentral: die WGs der GLL. Außen vor sind bisher allerdings Bewohner mit hohem Betreuungsbedarf und viel Mobilität. Nicht, weil die GLL nicht will, sondern weil sich noch keine Finanzierung auftat. Vielleicht ändert sich das ja mit dem neuen Gesetz? Ich hoffe da jedenfalls drauf für Hans. :-)