Beiträge von Enscha

    Hallo Klaus,


    ich gehöre leider nicht zur Zielgruppe (keine vor der Geburt gewusste Behinderung), aber ich habe mir grade Deine Fotos angeguckt und wollte Dir dalassen: Ich finde sie klasse, ein toller Ansatz.


    Falls es Dir mal einfallen sollte, Familien mit autistischen Kindern zu porträtieren, schreie ich hiermit „hier!“ (allerdings aus Bayern)


    Viel Erfolg für Dein Projekt, sprechende Bilder werden viel bewirken.


    Edit: Vielleicht magst Du bei REHAkids Dein Projekt auch posten, da hast Du mehr Reichweite.


    Grüße

    Die beiden niederschwelligen Dienste, die wir nutzen, bieten den Betreuern Ja Fortbildungen an. Ich meine, das ist sogar eine Voraussetzung für die Zulassung als niederschwelliger Dienst. Das würde also locker reichen.


    Aus meiner Sicht steckt hinter so hohen Hürden die Denke, die Pflegenden würden sonst missbräuchlich abrechnen. Oder die Denke, dass es irgendwelche großartigen Spezialkenntnisse braucht, um mit jemandem umzugehen, der eine ernsthafte seelische/geistige/körperliche Behinderung hat. Diese Denke entspringt der exkludierenden Gesellschaft, und wird erst verschwinden, wenn jeder im normalen Alltag mit Behinderten in Kontakt ist. Leider steht diese Denke aber auch der Inklusion im Weg - und da beißt sich die Katze in den Schwanz. 🤪

    Auch bei Betreuung Dementer (da gäbe es definitiv Überschneidungen zur Betreuung vom Hans) fände ich einen Kurs als freiwilliges Angebot okay, als Vorraussetzung fürs Betreuen eine Schikane.


    Angehörige von Pflegebedürftigen sind durchaus gut in der Lage, Betreuer einzuweisen, wo nötig.

    Ich würde sagen, ganz egal was man in dem Kurs lernt, für einen ehrenamtlichen Job als Vorraussetzung ist es eine Verhinderungsklausel. Wir sind froh, überhaupt jemanden zu finden, Hauptproblem bei den Leuten mit sozialer Ader, die interessiert sind, ist die Zeit, sie müssen studieren, Geld verdienen (Die kommen bei uns zb alle zwei Wochen für 3-4 Stunden, wenn nicht grade Prüfungszeiten o.ä. sind. 30 Stunden vorher umsonst öde absitzen machen die sicher nicht).


    Unter Mindestlohn darf es sein, weil es ja kein Lohn ist, sondern eine Aufwandsentschädigung fürs Ehrenamt. 🤪

    Wir zahlen 16€/h an die Betreuer, plus Aufschlag des Helferdienstes. Das drückt ja auch Wertschätzung aus.


    Leute, die über sowas entscheiden, haben einfach keine Ahnung von sozial motivierter Arbeit. Die denken im Grunde, wer sozial ist, der soll das gerne machen und würde es auch umsonst machen.

    Da sind wir wieder an der Stelle, dass soziale Berufe grundsätzlich unterbezahlt sind.

    Die mühsam gefundenen Betreuer haben auch gar keine Zeit, und verständlicherweise auch keine Lust, 30 Stunden für nix abzuleisten. Ich glaube, das hätte keiner unserer Betreuer gemacht. Zumal es auch inhaltlich sinnfrei ist, finde ich.

    Das ist in einigen Bundesländern so, HH zb, und jetzt offenbar auch BW. Hoffe, die Bayern ziehen nicht nach, sonst müssen wir uns doch mal vor Schreyers Ministerium anketten 🤪

    Mein Eindruck ist das auch, dass es immer komplizierter wird, die ZBL einzusetzen. BW ist nicht das einzige Bundesland, das so völlig unnötig und realitätsfremd Schulungsstunden von den ehrenamtlichen Betreuern verlangt, dann gibt teils ja völlig sinnfreie Stundenlohndeckelungen (in HH dürfen nur 5!! € bezahlt werden). Wer macht das für 5€?? Wer macht für den Job vorher 30 Stunden Schulung?? - und die sind auch noch für die Katz, jedenfalls zur Betreuung meines Sohnes, da kann eigentlich nur ich als Mutter briefen, wo nötig.

    Viele Dienste zahlen für die Betreuung von Pflegebedürftigen unter Mindestlohn. Da findet sich halt keiner. Für Hans finde ich auch immer schwerer Betreuer.

    Dabei sind die sooo wichtig, nicht nur für mich, sondern noch mehr für den Hans.



    Mich würde mal interessieren, wie hoch die Summe ist, die an ZBL und Verhinderungspflege jährlich verfallen, weil sich keiner findet oder weil die Leute gar nicht wissen, dass sie Anspruch haben.

    Hallo Frau Gibson,


    ein Blick auf die Website Ihrer GmbH zeigt mir, dass Ihre Firma „Markt- und Sozialforschung“ betreibt, in dieser Reihenfolge, und nicht allein, wie hier beschrieben, Sozialforschung. Als gebranntes Kind, und durch einen kleinen Einblick in die Disziplin der empirischen Sozialforschung bin ich skeptisch gegenüber solchen Ansinnen, und würde den Usern von einer Beteiligung abraten, sofern nicht transparenter gemacht wird, worum es geht und wessen Interesse das Ganze dient, bzw inwieweit ökonomische Ziele (Verkauf der Tests durch Pearsen) mit einfließen.


    Übrigens möchte ich stark bezweifeln, dass innerhalb standardisierter Verfahren der Einfluss von Kultur und Sprache auf Testverfahren so wesentlich minimiert werden kann. Der wesentliche Einfluss von zb kultureller, auch sprachlicher Diversität spricht ja gerade GEGEN die pauschale Einsetzbarkeit standardisierter Erhebungen.


    Grüße

    Also für mich als Bürgerin Bayerns ist das nix Neues. Hier wird Förderschulen vom KuMi das „Profil Inklusion“ angetragen, Top-Down quasi, und die heften sich das dann ans fast völlig inklusionsfreie Revers (der homöopathiemässig verdünnte Inklusionsanteil sind zb Partnerklassen, mäßig gut bis schlecht gemachte, das Mutterhaus ist 100% Sondersystem) ... ganz normaler Irrsinn 🤪

    Hallo Anni, was genau interessiert Dich? Habe grade in‘s Inhaltsverzeichnis geguckt, mir scheint, das weißt Du schon alles, was da drin steht? Ist wohl so ein einführender Überblick. Oder täusche ich mich?

    Bei BR24 muss der Fall Nenad - der ein Beispiel ist für krasse Diskriminierung von Menschen anderer Kultur, aber eben nicht von Behinderten (Nenad hat ja keine Behinderung) - herhalten als Illustration für eine komplette Fehlinterpretation von Inklusion: Die Autorin bemängelt, dass Kinder auf der Förderschule landen, die dort „nicht richtig“ sind. Falsche IQ-Tests usw. Für die Inklusion derer, die dort „richtig“ sind, interessiert sie sich nicht. Ich glaube, sie hat gar nicht verstanden, dass es um ALLE, also auch um die geht. 😳🙄

    https://www.br.de/nachrichten/…ibt-eine-illusion,RAmPygK


    Mann, mann ...

    Vielleicht hat jemand Lust zu kommentieren, da steht bisher nur Unsägliches ...

    Hallo Ella,


    naja, Hawking war ja erst als Erwachsener so schwer behindert. Wenn man dann schon mal Professor ist, schaut’s wahrscheinlich sogar in Deutschland ganz gut aus mit Assistenz und Hilfsmitteln ...


    Ich weiß gar nicht, ob ich wissen will wie viele Leute, die keine Lautsprache haben, bei uns, aber auch in anderen Ländern total unterschätzt und entsprechend vernachlässigt werden.


    Viele können ja ihr vorhandenes Intelligenzpotential gar nicht erst entwickeln, wenn sie keine passende Förderung erhalten.

    (Das gilt aber nicht nur bei Behinderung)


    Für Taubblinde gibt es in D immerhin einige gute Einrichtungen, und viel gute UK. Mit Inklusion dürfte es allerdings nicht so rosig ausschauen ...

    Natürlich, das ist ja auch nicht nur ein Empfinden, sondern das sagen auch Soziologen, Philosophen, und andere, deren Job die Analyse von Gesellschaft ist. Und es gilt nicht nur für Deutschland, das ist ein Trend in vielen westlichen Ländern, wenn nicht global. Aber das Schöne ist: es ist (noch) nichts verloren, man kann etwas tun. Demokratie ist kein Selbstläufer, sie muss jeden Tag verteidigt werden. Vielleicht braucht es dafür wieder mehr Bewusstsein. Wir geben uns Mühe, oder? ✌️


    Ich glaube inzwischen, dass wir nur mehr Inklusion erkämpfen können, wenn wir dabei nicht nur die Teilhabe Behinderter anvisieren, sondern die ALLER in der Gesellschaft Benachteiligten. Also quasi auch da: Inklusion. 🤔