Beiträge von Dario

    Über den Newsletter von Campact wurde ich heute auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, kosentlose Aufkleber zu bestellen, um damit die Klimaproteste von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen:


    https://www.campact.de/kohleaus/schulstreik-b/aufkleber/


    Finde ich eine gute Sache, aber ich selbst werder mir wohl keine bestellen. Ich kenne keine Jugendlichen, die sich an der Bewegung beteiligen und die ich damit unterstützen könnte.

    Hier noch mal ein Artikel über die bevorstehende Jubiläumsfeier des Vereins "Lebens mit Autismus" inklusive des Alphaville-Konzerts:


    https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/39557/Jubiläum-10-Jahre-Leben-mit-Autismus-mit-Alphaville.htm


    Joscha Röder interviewt dazu die Vorsitzende des Vereins.


    Mich würde die Veranstaltung schon interessieren (Alphaville ist auch mit vielen Jugenderinnerungen für mich verbunden), aber es ist doch sehr weit. Ich kenne dort niemanden und müsste mir ein Hotel nehmen in einer völlig fremden Gegend. ich weiß noch nicht so recht.

    http://www.spiegel.de/wissensc…-interview-a-1251288.html

    Anders als ich befürchtet hatte, scheint Greta Thunberg erstaunlich gefasst mit den persönlichen Anfeindungen umzugehen. Es scheint sie sogar eher noch mehr anzuspornen, so mein Eindruck. Was auch positiv ist: SPIEGEL ONLINE ist meines Wissens das erste große deutsche Medium, das endlich mal mit ihr spricht statt immer nur über sie; egal wie man inhaltlich zu ihr steht.

    Weiß jemand, ob diese aggressive Kampagne speziell in Deutschland solche Auswüchse annimmt? Oder bekommt sie in ihrem eigenen Land genauso viel Gegenwind?


    Was sich in Deutschland und anderen fremdsprachigen Ländern an Hass gegen sie richtig, wird Greta vielleicht (oder hoffentlich!) nicht mitbekommen, aber was in ihrem eigenen Land passiert, wird bestimmt nicht spurlos an ihr vorbeigehen, fürchte ich.

    Die letzten drei Links sind natürlich anderes Kaliber und gehen eindeutig zu weit. Das konnte ich aus dem ersten Link noch nicht so eindeutig erkennen, worauf es hinausläuft.

    Die meisten Kommentare bestehen wirklich nur aus Polemik, da hätte ich von Twitter auch nichts anderes erwartet. Wobei es ja - auf allen Seiten- auch nachdenkliche Stimmen gibt. Ich kann diejenigen Verstehen, die darauf hinweisen, dass Greta einfach nur die Wahrheit ausspricht, die viele Erwachsene in dieser Klarheit nicht sehen wollen. Ich kann aber auch diejenigen verstehen, die sich fragen, ob das Mädchen nicht teilweise auch für Zwecke vereinnahmt wird, die sie (behinderungsbedingt und durch ihr jugendliches Alter) nicht immer zu 100% durchschauen kann.

    Natürlich sind solche Einlassungen gegen Greta Thunberg nicht besonders respektvoll, aber offene Behindertenfeindlichkeit konnte ich da bislang nicht herauslesen. Dass Greta an Asperger mit diversen Co-Erkrankungen leidet, war Steinhöfel & Co wahrscheinlich gar nicht bewusst.

    Ein informatives Interview, das einen guten Überblick gibt über die laufende Diskussion und die wichtigsten Standpunkte.


    Neu war mir die Unterscheidung zwischen zielgleicher und zieldifferenter Inklusion. (Daran sieht man, mir ist das ganze Thema immer noch neu.) Wobei ich persönlich immer noch der Meinung bin, eine Eingliederung ins Gymnasium macht nur Sinn, wenn das Ziel tatsächlich im Erreichen des Abiturs besteht - egal ob ein Schüler behindert ist oder nicht. Es ist aber aufschlussreich und wichtig, auch mal eine andere Sichtweise dazu zu lesen.

    Habe beim Stöbern dieses Video auf Youtube entdeckt:



    Ich bedauere, wenn da jemand schlechte Erfahrungen mit Autisten gemacht haben sollte. Aber solche pauschalen Verallgemeinerungen sind beleidigend und verletzend gegenüber all jenen Autisten, die sich sehr wohl Mühe geben, ihre Mitmenschen und deren Bedürfnisse zu verstehen.


    Ich hatte noch keine Beziehung zu einer Frau. Wenn ich eine hätte, dann wäre ich vielleicht nicht immer einfach, aber ganz bestimmt nicht so, wie ich als autistischer Mann nach diesem Video angeblich sein müsste, da bin ich mir absolut sicher!

    Von so einem Kooperationsmodell (eine Stunde täglich gemeinsamer Unterricht zwischen behinderten und nicht-behinderten Kindern) , wie es in Bredenbeck (noch) praktiziert wird , hatte ich noch nie etwas gehört.


    Ich finde das eine überzeugende Idee. So haben die Förderschüler weiter ihren Schonraum (von dem ich immer noch überzeugt bin, dass er wichtig ist, auch wenn viele Inklusionsaktivisten das bestreiten), aber es gibt auch gemeinsame Berührungspunkte, wo alle voneinander lernen können.


    So bin auch ich davon überzeugt, dass Inklusion funktionieren kann. Dass dieses Modell nun aus Kostengründen eingestellt werden soll, ist wirklich ein Skandal.

    Das Thema SELBSTBESTIMMUNG.......oh, oh...ein Dauerbrenner.


    Wir haben uns auch mal eine WG angeschaut, bei der alle Kühlschränke abgeschlossen waren, weil die Bewohner beim Essen wohl kein Maß kannten. Ich denke, es gibt andere Lösungen, als Schlösser zu installieren. Die WG haben wir von der Liste gestrichen.

    Was mir dazu durch den Kopf geht: Wenn jemand beim Essen kein Maß halten kann (egal ob behindert oder nicht), dann wird das Gründe haben. Warum geht man diesen Gründen nicht nach?


    Soweit mir bekannt, können bestimmte Psychopharmaka appetitsteigernd wirken, das wäre dann ein medizinisches Problem und kein pädagogisches im Sinne von Maß halten und begrenzen. Oder was auch aus meiner Zeit aus psychiatrischen Einrichtungen auch kenne: Die Bewohner haben psychische Probleme, leiden unter innerer Leere, weil sie z.B. keine sinnvolle Aufgabe und keinen sinnvollen Platz mehr für sich in der Gesellschaft sehen. Das Essen wird dann zum einzigen Trost. Auch das lässt sich aber nicht mit Zwangsmaßnahmen regulieren, das müsste man viel grundsätzlicher angehen.


    Wahrscheinlich ist es aber so, wie viele Kommentare unter dem Artikel schon andeuten: Für eine umfassende persönliche Betreuung der Bewohner fehlt das Personal und schlussendlich das Geld. Meine Vorstellung von menschenwürdiger Unterbringung und Betreuung (das Wort Inklusion versuche ich zu vermeiden, weil e mir politisch zu verbrämt ist) ist das auch absolut nicht.

    Ich wünsche euch ebenfalls allen einen schönes Sylvesterabend und einen guten, entspannten und vor allem gesunden Start ins neue Jahr!


    Für mich war 2018 ein anstrengendes und arbeitsreiches, aber schlussendlich auch erfolgreiches Jahr, in dem ich viel für mich erreicht habe. Fürs neue Jahr wünsche ich mir, dass es beruflich nicht mehr ganz so viel Stress gibt. Und damit einhergehend, dass ich bestimmte gesundheitliche Überlastungen frühzeitig erkenne, damit hoffentlich gar nicht erst entstehen.


    Gesundheit und ein möglichst stressfreien Leben sind wahrscheinlich auch das Wichtigste, dass man Anderen wünschen kann. was ich in diesem Sinne auch tun möchte! :)

    Natürlich kann Peter Schmidt ein Vorbild sein, das ist ja auch gut so!


    Für mich persönlich sehe ich keinen "Medienautisten", der für mich ein echtes Vorbild sein könnte. Am ehesten vielleicht noch Christine Preißmann, mit der ich zumindest inhaltlich in vielen Punkten übereinstimme.


    Als Frau eignet sie sich für mich nur bedingt zur Identifikationsfigur, aber sie scheint mir in ihrer persönlichen Problematik doch etwas näher zu sein als Peter Schmidt. Sie ist z.B. ruhiger und introvertierter. Sie gibt offen zu, dass Partnerschaft und eine eigene Familie für sie nicht mehr realistisch sind - und dass sie Wege finden muss, von unerfüllbaren Lebenszielen loszulassen und damit fertig zu werden.


    So etwas spricht mich eher als so eine "glatte Karrierebiographie": Wie werden andere Autisten damit fertig, dass sie vieles im Leben nicht erreichen können, was sie gerne erreicht hätten? Wie kompensieren sie das das und wie finden sie trotzdem Sinn und Erfüllung im Leben? Diesen Aspekt sehe ich bei Peter Schmidt nicht so unbedingt vertreten.

    So ist es in allen Ehen, man muss ich manchmal einfach durchbeißen, ob autistisch oder nicht.

    Das mag sein, da kann ich nicht mitreden, da fehlt mir jegliche Erfahrung.


    Ich weiß nur: Peter Schmidt hat vieles erreicht, was für mich (und viele andere Autisten) vielleicht immer unerreichbar bleiben wird. Deshalb gebe ich zu, ich kann mich nur sehr bedingt mit ihm identifizieren, weil sein Leben so gänzlich anders verlaufen ist als meins. Ich wüsste wirklich nicht, worin ich ihn mir konkret zum Vorbild nehmen sollte. Wobei ich generell nicht viel von Vorbildern halte, da jeder Lebensweg ohnehin individuell einzigartig ist.

    Ich weiß nicht, wie es bei Auftritten rüberkommt - so etwas sehe ich mir nicht an.

    In seinem ersten Buch jedenfalls ist dem Leser klar, wie viel er seiner Frau zu verdanken hat.

    Und genau damit, behaupte ich, wird Peter Schmidt eine ganz große Ausnahme darstellen. Wer kann den als Autist schon auf einen derart toleranten Partner hoffen? Viele Autisten (da bin ich längts nicht der einzige) scheitern doch gerade am Bereich Partnerschaft und Beziehung.


    Und tolerante Arbeitnehmer werden bis heute ebenfalls die absolute Ausnahme sein. Vielleicht ist Peter eine derartige Koryphäe in seinem Fach, dass sein Arbeitsgeber keinesfalls auf ihn nicht verzichten will. Ich bin mir sicher, ein autistischer Hilfsarbeiter könnte ganz bestimmt nicht auf so viel Entgegenkommen hoffen, sondern hätte längst seinen Job verloren, so traurig das auch ist.


    Nochmal zur Klarstellung: Ich gönne Peter Schmidt alles, was er erreicht hat und bin keinesfalls neidisch, habe ja heute selbst sehr viel erreicht. Ich halte seine Geschichte nur für absolut nicht typisch oder repräsentativ. (Meine übrigens auch nicht.)