Beiträge von Trixi

    Möchte nur mal kurz etwas zu meiner Zeit in der Jugendhilfe anmerken.

    Ich war über 18 und habe mich für eine schulische Ausbildung entschieden. Deswegen hab ich natürlich kein Ausbildungsgehalt bekommen.

    Aus diesem Grund hat mein Jugendamt gefordert, dass ich BaFög beantragen soll.

    Also selbst wenn kein eigenes Einkommen vor liegt, schauen die Jugendämter wie Kosten eingespart werden können.

    Gleiches gilt übrigens auch für das Jobcenter.


    Es ist einfach soooo nervig! Da ist man schon bei einem Amt, weil man eben seinen Lebensunterhalt und / oder Maßnahmen nicht selber finanzieren kann und wird dann noch zum nächsten Amt geschickt um Kosten einzusparen. Dieser Wahnsinn muss einfach mal aufhören! Letztendlich sind es doch alles nur Steuergelder, die zurecht ausgegeben werden. Aber dieses Ping Pong kostet nur unnötige Ressourcen!

    Es wird von allen die die zusätzliche Betreuung machen eine 30 Stunden Schulung verlangt?!

    Wie soll das bitte funktionieren? 30 Stunden über eine Behinderung / ein Behinderungsbild halte ich realistisch, aber dann kennt man eben nur genau eins und trotzdem noch die spezifischen Eigenheiten etc von einem Menschen.

    Wie gesagt. Ich hab solche Fixierungssituationen schon live mit bekommen. Also live auf Station. Als Patient hat man sich dann bitte aus dem Bereich zu entfernen und die Pflegekräfte etc. arbeiten zu lassen (aber in der Situation bleibt eh niemand freiwillig in der Nähe, alle flüchten in ruhigere Ecken).

    Das sind doch immer nur Einzelfälle.

    Möchte echt nur noch kotzen und hab teilweise scheiß Angst. Also gerade beim Thema Psychiatrie und Fixierung. Ich glaube das ist gar nicht selten, dass bei so einer Fixierung körperliche Verletzungen entstehen. Sowieso... Wenn man das mal mit bekommt.... Ein Haufen Pflegepersonal etc. die sich alle um einen Patienten kümmert der fixiert werden muss. Und von den restlichen Patienten hockt die Hälfte irgendwo zitternd, ängstlich, fertig in ner Ecke und kommt mit der Situation gar nicht klar, andere Patienten versuchen dann zu beruhigen usw... Naja und natürlich gibts auch noch die Patienten die auf Grund ihrer Krankheit aktuell nur wenig mit bekommen und die darauf dann gar nicht reagieren.

    Diese Situationen sind der pure Horror! Nicht zu vergessen, dass auch danach kaum Personal da ist, um sich um die verstörten Patienten zu beruhigen bzw. wer traut sich schon groß sich an die Menschen zu wenden, die diese Gewalt angewendet haben.


    Übrigens bei einer Fixierung wurde der Patientin der Daumen gebrochen. Ich weiß nicht ganz genau, warum sie fixiert wurde. Aber sie war definitiv keine Gefahr für irgendwen. Im Grunde genommen hatte sie nur die Schnauze voll von der Psychiatrie (nach Monaten unter Beschluss) und hat wohl ihre Medikamente verweigert.

    Ganz ehrlich: In sehr vielen Fällen ist die gesetzliche Betreuung ein Familienmitglied.

    Ja, kann sein das nicht alle das ankreuzen würde, was ein Mensch mit Behinderung der nicht entscheiden kann bzw die Entscheidung nicht versteht (ich gehe hier von schwerst mehrfachbehindeten Menschen aus), aber in den meisten Fällen würde es doch im Sinne eines Menschen mit Behinderung sein. *denk*

    Hallo flower!


    Ich kann dir leider bei dem Problem mit dem Firefox Browser nicht helfen. Kaspersky hab ich auch nicht um da irgendwas prüfen zu können.

    Hast du denn auch die aktuellste Version vom Firefox?


    Was das Thema mit genervt und gereizt angeht. Keine Sorge, ich nehm das nicht persönlich und hab schon verstanden, dass es kein Angriff sondern Frust war. Tut mir leid, dass diese Mail bisher untergegangen ist, weil ich nicht am PC war.


    LG Trixi

    Das Problem was ich bei diesem ganzen Thema sehe: Jeder Mensch ist anders! Auch und gerade Menschen mit Behinderung sind unterschiedlich!

    Also, nur weil jetzt vielleicht eine Person oder auch mehrere ein Problem mit der Essensmenge haben, ist es nicht in Ordnung den Kühlschrank für alle abzusperren.


    Und ja, ich hatte das tatsächlich in der Mädchen-WG das eine zeitlang der Kühlschrank abgesperrt wurde. Gab ein paar Mädels die einfach zu viel gegessen haben... Und ja, ich hatte zu dem Zeitpunkt Untergewicht und fand es wirklich sehr nervig immer nach dem Schlüssel zu fragen. Klar hab ich den immer bekommen wenn ich gefragt hab, aber es war trotzdem doof.


    Und überhaupt: Es gibt Regeln die finde ich sinnvoll. Also z.B. ein Alkoholverbot im Heim in dem die Mehrheit der Bewohner trockene Alkoholiker sind oder halt nen Alkoholproblem haben / hatten. Da hab ich kein Problem Rücksicht zu nehmen. Wenn mir dann aber auch noch verboten wird außerhalb des Heims wenn ich bei Freunden bin, irgendwohin gehe oder was auch immer, Alkohol zu trinken dreh ich durch. Obwohl ich eigentlich fast nie Alkohol trinke. Ich lass es mir nur einfach nicht verbieten.

    Das betrifft nicht nur Pflegekinde. Das betrifft ALLE Kinder die in der Jugendhilfe sind, egal ob nun Pflegefamilie, Heim oder was auch immer.
    Das endet auch erst dann, wenn die Jugendhilfemaßnahme endet.
    Im übrigen: Wenn ich mich richtig erinnere wollte mein Jugendamt damals auch dass ich mit 18 BaFög beantrage. Wobei ich mir da nicht mehr zu 100% sicher bin.
    Hatte sich dann mit Abbruch der Ausbildung ja eh erledigt.