Individuelle Betreung / Unterstützung unmöglich?

  • Hallo!


    Heute hatte ich einen Termin bei der Caritas...
    Es sieht verdammt düster aus. Wieder einmal stelle ich fest, das ich durch alle Raster falle... *seufz*
    Eine individuelle Betreuung die an meine Bedürfnisse angepasst ist, scheint absolut unmöglich. *grübel* Dabei ist es nicht mal so, das extrem hohe Ansprüche oder ähnliches hätte....
    Das einzige was noch halbwegs gehen würde, in der Theorie, wäre eine WG mit Intensivbetreuung. Allerdings möchte ich wirklich ungern in einer WG leben. Mit einem kleinen WG-Zimmer käme ich nicht zurecht. Dafür habe ich zu viel Zeug das ich nicht wegschmeißen / weggeben will und für meine Lebensqualität enorm wichtig ist.
    Es wäre zwar rein zufällig ein Platz frei (bzw. wird bald frei), aber der Gedanke mit 3 fremden Männern zusammen wohnen zu müssen... Ne, das geht für mich gar nicht. Nicht das ich grundsätzlich was gegen Männer hätte, aber ich hab da so meine Probleme. Abgesehen davon eben das ich ja überhaupt nicht in eine WG möchte.


    Ambulant in einer eigenen Wohnung gibt es nur 2 Möglichkeiten. Die normale Betreuung mit 8 Stunden im Monat, oder die intensive Betreuung mit ca. 2 Stunden pro Woche (wenn ich das richtig verstanden habe)... 8o Mehr Stunden würden scheinbar von der Eingliederungshilfe nicht übernommen.


    Ich bin absolut demotiviert und kämpfe mal wieder gegen Hoffnungslosigkeit. Ich hab das Gefühl ich wäre der einzige Mensch in Deutschland der eine individuelle Betreuung möchte, aber das bitte in einer eigenen Wohnung und nicht in einer WG oder Wohnheim.


    Das Gespräch selber war so weit eigentlich okay. Aber verdammt anstrengend... Und ich stehe weiterhin bei Null und hab keine Ahnung wo ich zukünftig alleine wohnen kann.
    Das ich nicht etwas zu 100% perfekt passendes finden werde war mir von Anfang an klar. Aber das es so unmöglich sein soll?


    Puh... Ich soll mich jetzt mal ans Landratsamt wenden und fragen was die so für Vorschläge anzubieten haben...



    LG Trixi

  • Trixi, das hört sich wirklich sehr niederschmetternd an. Ich kann deine Hoffnungslosigkeit nachvollziehen, denn auch für meinen Sohn gibt es leider nichts Passendes. Wir befinden uns in einer ähnlichen Situation wie du. Für meinen Sohn gibt es leider kein passendes Konzept in einer WG.


    Habt ihr über das Persönliche Budget gesprochen? Für uns kommt es nicht infrage, aber vielleicht wäre das etwas für dich.

  • Ich hab es ehrlich gesagt gar nicht angesprochen. Ich hab echt keine Ahnung vom persönlichen Budget und auch niemanden der es mir genau erklärt.


    Der Witz ist ja, das ich eigentlich gar nicht so wahnsinnig kompliziert bin. Also das es z.B. kein Problem wäre wenn es am Wochenende nur eine Rufbereitschaft oder so gibt. Auch brauche ich nicht überall eine Begleitung. Ich kann einige Sachen alleine machen. Und wenn ich z.B. gerne ins Kino möchte dann schaue ich eben ob ich jemanden finde der Lust hat mit mir ins Kino zu gehen oder versuch es alleine oder lass es eben bleiben. Alles nicht weiter so tragisch für mich. Ich brauch auch keine permanent anwesende Betreuung oder so... Ich brauche nur Unterstützung / Hilfe bei gewissen Dingen und ich dachte eigentlich das es wirklich möglich wäre so etwas zu organisieren und zu planen.
    Scheinbar ist das aber nicht möglich. *seufz*

  • Hallo Trixi,


    ich kenn mich noch nicht aus mit dem Thema. Eigentlich wäre das, was Du brauchst, eine Assistenz. Vielleicht kann man vergleichbare Fälle finden, in denen zb jemand mit [lexicon]PTBS[/lexicon] eine Assistenz durchgekämpft hat?
    ich denke mal, das die zuständigen Stellen und auch die Politik kalkulieren, dass jemand der eine Betreuung bräuchte, weil er nicht so belastbar ist in vielem, dann eben auch das nicht die Kraft hat, das durchzukämpfen - uñd schon haben sie ne Menge Geld gespart ...
    Gibt es einen Selbsthilfeverband, der für Dich zuständig ist? Dann da mal nachfragen?


    ansonsten: kannst Du Dir theoretisch vorstellen, für eine richtige gute Einrichtung auch weiter weg zu ziehen? Wir haben hier im Ort ein betreutes Wohnen, allerdings Zielgruppe Senioren, das sind lauter hübsche kleine Appartments, und Betreuung wird nach Bedarf "zugebucht". Du sollst als junge Frau natürlich nicht unter alte Leute, aber es müsste doch sowas auch für Menschen zb mit psychiatrischen Diagnosen geben?

    Enscha - mit Hans im Glück (frühkindlicher Autismus, und Pubertät)
    "Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative, und eine komische."

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  • Enscha, genau so etwas wäre das, was ich bräuchte...
    Aber ich befürchte das gibt es tatsächlich nur im Seniorenbereich und nicht für psychisch Kranke.


    Theoretisch könnte ich wegziehen und werde das wohl auch tun müssen, wenn es hier wirklich gar keine vernünftige Möglichkeit gibt. ABER das würde wieder sehr viele neue Probleme bedeuteten. Und es könnte dazu führen das es mir sehr, sehr schlecht geht...
    Ich hab hier eine super Therapeutin. Die erste Therapeutin die ich selber als wirklich hilfreich empfinde und die mit mir umgehen kann. Davor war ich ca. 3 Jahre ohne Therapie, weil ich eben niemanden gefunden habe. Die Therapeuten sind größten teils ausgebucht.
    Auch das mit der Schule wäre woanders so wahrscheinlich nicht möglich. Ich habe dort trotz allem einen sehr geschützten Rahmen, ich kenne mich aus usw... Das gleiche an einer völlig fremden Schule mit komplett völlig fremden Menschen zu machen wäre für mich unmöglich.
    Ich hab hier inzwischen ein kleines Netzwerk aufgebaut. Auch wenn sich da gerade alles total ändert... Aber ich bin endlich mal an einem Ort angekommen....
    Ich denke gerade deswegen wäre es ziemlich schlecht für mich, wenn ich wieder einmal umziehen würde. Ich habe immer recht lange gebraucht, bis ich mich zurecht gefunden habe.



    Naja.... Ich habe heute erstmal einen Termin bei meiner Therapeutin. Da wird es dann auch nochmal um die gesetzliche Betreuung gehen. Außerdem möchte ich mit ihr klären ob es evtl. sinnvoll wäre in die Psychiatrie (also die Außenstelle in der Stadt) zu gehen. Das hätte den Vorteil das ich erstmal gut versorgt wäre, auch wenn es dort definitiv nicht das richtige Therapieangebot gibt. Es wäre denke ich trotzdem eine Entlastung und ich hätte mehr Ruhe & Zeit um nach einer geeigneten Perspektive zu schauen. Außerdem wäre ich gleichzeitig aus dieser schrägen Situation hier Zuhause raus was auch gut wäre.


    Das mit der Assistenz hatte ich übrigens auch schon überlegt. Ich weiß nur einfach gar nicht, wie man das umsetzen könnte, wie das überhaupt alles funktioniert etc...
    Ich hab ja noch nicht mal eine Pflegestufe weil ich auch da keine Ahnung hab und damit überfordert wäre... *seufz*

  • Ich hab das Gefühl ich wäre der einzige Mensch in Deutschland der eine individuelle Betreuung möchte, aber das bitte in einer eigenen Wohnung und nicht in einer WG oder Wohnheim.


    Nein Trixi, Du bist nicht die Einzige. Ich hatte gerade vor ein paar Tagen auch daran gedacht, hier einen Thread zu eben dem selben Thema zu machen.
    Allein das Nachdenken darüber hat mich so niedergeschmettert, dass ich es erstmal gelassen habe.
    Für mich sind Wohnheim oder WG (beides schonmal gehabt!) völlig ausgeschlossen. Das war so absolut das Falsche. Wenn diese Möglichkeiten heute nur angesprochen werden, läuft mir Wasser aus den Augen.


    Außerdem möchte ich mit ihr klären ob es evtl. sinnvoll wäre in die Psychiatrie (also die Außenstelle in der Stadt) zu gehen. Das hätte den Vorteil das ich erstmal gut versorgt wäre, auch wenn es dort definitiv nicht das richtige Therapieangebot gibt.


    Ja, seltsam. Psychiatrie ist zwar, nach meinen extrem negativen (Kindheits)erfahrungen in dem Bereich, ebenfalls ein "No-Go", aber gerade gestern sagte eine Ärztin in der Krankenhausambulanz zu mir, sie möchte einen Krankenhausaufenthalt für mich vermeiden (ging nicht um psychischen sondern um körperlichen Zustand) und ich dachte: hm, Krankenhaus ist doch für mich irgendwie "Zuhause", sicherer Ort.


    Eine nachdenkliche Lynkas grüßt.

  • schau mal Trixi... habe hierunter etwas vom Ministerium in BW gefunden, was ich erstmal sehr informativ fand... kennst du das schon???


    da ich mal wieder zu blöde bin ne PDF hier her zu bringen...


    https://www.google.de/#q=wegwe…den-w%C3%BCrttemberg+2015


    ich bin mir einfach sicher, dass du nicht die einzige bist und das es da auch irgendetwas gibt! kenn mich nur leider auch so garnicht aus...


    LG


    J
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    mit Jesper und Felix *2006 (Down Syndrom PLUS, gehörlos und weitere Baustellchen...)




  • Lynkas, naja als richtiges Zuhause seh ich das glücklicherweise nicht mehr an...
    Aber dort wäre ich wenigstens insofern versorgt das ich 3x täglich Essen bekommen würde und jederzeit ein Ansprechpartner da wäre. Außerdem haben die in jeder Psychiatrie auch immer so nen Sozialdienst der evtl. ne Lösung finden könnte. Zumindest sich aber intensiv damit beschäftigen müsste.


    Jonna, der Link hilft leider nur theoretisch weiter. Für den Kreis in dem ich wohne gibt es genau 3 Stellen zum Thema Betreuung (alles andere sind andere Stellen) wovon ich bei der einen ja war.
    Wir haben aber wenigstens weitere Stellen genannt bekommen, wo ich jetzt mit meiner Freundin dann mal anrufen kann.


    Ach es nervt... Meine Therapeutin meinte heute auch, dass das doch eigentlich nicht so unmöglich sein kann. *grr* Ist es aber doch....


    Und nein, ich werde mich weigern in eine WG oder Wohnheim zu ziehen. Da dreh ich durch... Das hilft sicher nicht meiner psychischen Stabilität. *nerv*



    Hmm.... Jetzt erstmal abwarten, Tee trinken und gucken das ich ein gesetzlichen Betreuer bekomme. Der muss sich dann nämlich darum kümmern. Dafür wird er schließlich bezahlt.
    Ich hoffe nur, das ich jemand geeigneten finde der wirklich meine Interessen vertritt und sich für mich einsetzt. Ist ja leider auch nicht immer so der Fall.

  • Hallo,


    Ich drück Dir die Daumen, dass Du eine gute gesetzliche Betreuung bekommst.



    mal ein Beispiel aus München: in dem verlinkten Wohnprojekt gibt es auch Wohnungen für Menschen, die mehr oder weniger Betreuung brauchen.
    Sowas gibt's bestimmt nicht nur in München. ;-)


    http://info.gll-muenchen.de/projects/wohnprojekt-domagkpark/


    http://info.gll-muenchen.de/projects/wohnprojekt-domagkpark/

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  • "Lebenszentrum
    Wohnen in Apartments für Menschen
    mit höherem Assistenzbedarf..."


    das ist eine der Adressen aus der PDF und klingt für mich irgendwie passend, die zwar nicht bei dir ums Eck, ABER: wer so etwas betreibt/ aufbaut dürfte sich vielleicht mit diesen Formen sehr gut auskennen... vielleicht könntest du dort/ oder auch bei einem anderen Angebot, was dir passend erscheint mal anrufen oder sie anschreiben???


    J
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  • Okay, Jonna, ich guck nochmal genauer in der PDF. Ich hatte vorher nur beim Landkreis von mir geguckt und nicht alles...


    Enscha, das mit diesem Wohnprojekt in München hört sich nicht schlecht an... Ich guck man ob ich es hin kriege die anzuschreiben, ob die hier ähnliche Projekte kennen.

  • Heute hatte ich nun meinen nächsten Termin....
    Das Ergebnis war dann doch positiv, der Termin aber als solches sehr, sehr anstrengend... *seufz*
    Ging um die gesetzliche Betreuung.
    Hatte erst mit einer Frau gesprochen die selber aber keine Kapazitäten mehr frei hatte. Hab ihr dann erstmal alles wichtige erzählt, weil sie natürlich wissen wollte warum eine gesetzliche Betreuung und auch sicher sein wollte, dass überhaupt eine Chance darauf besteht, dass das durch geht.
    Irgendwie hab ich das dann auch wegen der Pflegestufe noch angesprochen aber da meinte sie das würde nicht funktionieren... Ähm ja... Ich hab da wohl nicht genau genug gesagt bei was ich alles Hilfe brauche und es klang eher so als wüsste sie auch nichts von einer Pflegestufe0 oder so....
    Ist halt blöd, wenn man so fit rüber kommt und gelernt hat was alles wichtig ist und was man so sagen muss. *nerv*
    Sie hat dann aber einen Kollegen dazu geholt der noch einen Platz (oder mehrere, keine Ahnung) frei hat. Hätte zwar gerne eine Frau gehabt, aber mal mit nem Mann reden und schauen ob es passen könnte ist schließlich auch kein Fehler. Und lieber einen Mann als gar keine gesetzliche Betreuung oder irgendwen den das Gericht einsetzt ohne das ich mit reden kann.
    Der Mann war recht nett, hat viel gefragt und ich musste natürlich vieles nochmal erzählen. Er wirkt auf mich aber sehr kompetent und er hat mir auch erklärt warum es wichtig wäre die Gesundheitsdingens mit in den Antrag aufzunehmen. Auch zum Thema Zwangseinweisung usw wovor ich ja große Angst hat, haben mir beide alles erklärt und auch gesagt das sie praktisch keine Chancen haben mich gegen meinen Willen in die Psychiatrie zu bekommen, so lange keine Ärzte mit drin hängen.
    Das Problem wäre, wenn Gesundheit nicht mit drin ist, das der gesetzliche Betreuer dann auch keine Arztbriefe etc. anfordern kann, was dann wiederum Schwierigkeiten macht wenn es um SBA, Pflegestufe etc. geht. Von daher erscheint es mir doch sinnvoll das noch mit ankreuzen zu lassen.
    Bis Montag hab ich jetzt Zeit mich zu entscheiden, ob ich ihn nehmen würde. (Der Antrag muss dann natürlich auch noch abgeschickt werden.) Länger können sie mir den Platz bei dem Mann nicht freihalten, weil auch noch andere auf Plätze warten und so... Scheint als wäre die gesetzliche Betreuung ähnlich stark ausgelastet wie die ambulante / stationäre Betreuung. Das hätte ich irgendwie so nicht erwartet, das alle sooo voll sind...

  • na das klingt doch vorerst garnicht so schlecht. Vielleicht solltest du dir dann ab jetzt mal alle möglichen Fragen aufschreiben, die du noch geklärthaben möchtest.
    Was ich nochmal fragen würde ist, ob man den Gesundheitsbereich nicht aufteilen kann, sodass man eventuell nur diese zwingend notwendigen Dinge abgibt.
    Mir wär das sonst etwas unheimlich. Vielleicht solltest du ihn dann auch nochmal gesondert zu SBA und PS befragen und erstmal schauen, wie kompetent er dort erscheint.
    Was ich noch sehr wichtig zu wissen fände, wäre... wieviele Betreuungen er hat!!! Es sind da ja ganz krasse Zahlen im Umlauf, da es da wohl keine Begrenzungen gibt.
    Betreuung gibt eben Geld. Wenn jemand dann aber 30 und mehr Betreuungen hat, ahnt man schon... Geld wird ausreichend verdient aber mit Kapazität für die Betreuten wird es wohl ziemlich eng...


    J
    onna
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  • Trixi, wenn du unsicher bist, kannst du den medizinischen Bereich erst einmal weglassen und wenn du merkst, dass du doch Hilfe benötigst, kannst du diesen Bereich jederzeit mit reinnehmen lassen. Das musst du jetzt nicht alles aufeinmal entscheiden.


    Was heißt, sie können dich nur zwangseinweisen, wenn Ärzte mit im Spiel sind? Ärzte hängen doch meist mit drin. Du bist doch in ärztlicher Behandlung, oder?
    Bei dieser Aussage solltest du noch einmal nachhaken.


    Was ich noch sehr wichtig zu wissen fände, wäre... wieviele Betreuungen er hat!!!


    Ja, unbedingt nachfragen. Es gibt Betreuer, die weit mehr als 30 Leute betreuen.

  • Klar sind Ärzte im Spiel. Ich bin aber sicher nicht mehr so doof und sag irgendwas das dann als Fremd- oder Eigengefährdung gewertet wird, weil man lieber ein bisschen strenger bewertet um wirklich sicher zu sein. *grr* Einweisungen hat man sonst schnell in der Hand.
    Es ging auch eher um das Thema Beschluss (da sind die nämlich hier in der Psychiatrie recht schnell ist mein Eindruck und auch ne gesetzliche Betreuung haben sie mir gleich beim 1. Aufenthalt andrehen wollen).


    Was die Anzahl der Betreuungen angeht habe ich tatsächlich nicht gefragt. Daran hab ich gar nicht gedacht. Aber es wäre auf jeden Fall ein ehrenamtlicher Betreuer und nachdem die Frau schon sagte das sie aktuell voll sein, nur der Kollege evtl. noch was frei hätte (da ändern sich grad irgendwelche Betreuungsverhältnisse), geh ich doch stark davon aus, das die nicht zu viele Leute in die Betreuung rein nehmen pro Person.
    SBA und PS habe ich kurz angesprochen. Allerdings werde ich gerade das mit der PS wohl nochmal deutlicher ansprechen müssen. Bei dem Mann kann es auch sein, dass ich das Thema dann vor lauter Überforderung vergessen habe.... *grübel*
    Egal, irgendwie hab ich eh schon wieder alles vergessen... Heute Abend nochmal mit Freundin drüber quatschen (die hat sich garantiert mehr gemerkt) und sonst kann ich morgen auch nochmal ne Mail dahin schreiben und meine Fragen los werden.
    Mit meiner Therapeutin will ich dann auch nochmal telefonieren, damit der Antrag dann nicht erst nächste Woche Donnerstag oder irgendwann abgeschickt wird. Da muss ich aber gucken ob sie Zeit für ein kurzes Telefonat hat. Oder ich frag ob sie morgen während der Ergogruppe kurz Zeit hat um das zu besprechen. Je später wir den Antrag abschicken umso länger dauert das alles ja...

  • Moin, moin, liebe Trixi


    Wollte ja eigentlich hauptsächlich lesen, aber nu muss ich doch mal was posten....


    Zitat

    Ambulant in einer eigenen Wohnung gibt es nur 2 Möglichkeiten. Die normale Betreuung mit 8 Stunden im Monat, oder die intensive Betreuung mit ca. 2 Stunden pro Woche (wenn ich das richtig verstanden habe)... Mehr Stunden würden scheinbar von der Eingliederungshilfe nicht übernommen.


    ...Quatsch mit Soße X( !
    Der Mensch mit Behinderung hat selbstverständlich nicht (nur) das Anrecht aus den 2ei zwStandartangebote die die Träger der Behindertenhilfe in seiner Kommune anbietet auszuwählen. Er hat vielmehr das Recht die Hilfe zu bekommen, die er individuell BRAUCHT!


    Der Weg führt bei diesen Leistungen der Eingliederungshilfe
    -- 1.von der Antragstellung: z.B. Hilfe z.Wohnen,Hilfe z.Freizeitgestaltung,Hilfe z.Tagesstruktur, Hilfe zur Haushaltsfphrung, Hilfe durch sozpäd Betreuung, etc.
    --2. zu der Bedarfsfeststellung: Mensch braucht x Stunden wöchentlich für Bereich x,y und z
    -- 3. Der Bewilligung für z.B. x Stunden Unterstützung in Form von zB Fachleistung oder nichtqualifizierte Assistenz oder Kombi daraus
    -- 4. Entscheidung des Klienten, ob dies als Sachleistung zur Verfügung gestellt wird (durch bereits existentes Angebot)oder als persönliches Budget an dich ausbezahlt wird.
    bei letzterem dann noch mit intensiver Absprache der detailierten Konditionen (z.B. Ziel, Höhe, Qualitätsüberprüfung ...)


    Was du meiner Meinung nach wirklich brauchst, ist eine sachkundige und unabhängige Beratungsstelle. Unglücklicherweise sind die real existierenden und von den Trägern der örtluchen Behindertenhilfen eingerichteten Beratungsstellen - ich will es mal so formulieren- nicht ausnahmslos in allen Fällen so unabhängig, dass sie weg vom eigenen Angebot hin zur individuellen Lösung beraten....


    Wenn du also nacheiner individuellen Lösung suchst, dann orientiere dich deswegen zB bei http://www.forsea.de und versuche vorallem von Erfahrungen von Menschen mit seelischer Behinderung, die das persönliche Budget bereits haben zu bekommen ( evtl.einschlägige Foren für dieses Behinderungsart?)


    Ich will das ganze aber nicht schön -bzw den Aufwand kleinreden. Der erste Knackpunkt ist sicherlich die Bedarfsfeststellung .... da schlägt das Problem der "unsichtbaren" Behinderung sicher ganz heftig zu.... und dann können ü, wenns halt dumm läuft noch viele weitere knackige Probleme auftauchen, unzureichende Mittelausstattung, schikanöse Nachweispflichten und, und und....
    Aber wenn ein persönliches Budget, also eine extra für den Mensch gebastelte Lösung läuft, dann bietet das eine wesentlich individuellere Hilfe als jedes Angebot von der Stange....


    Also ich finde, sowas ist deswegen prinzipiell schon einen Kampf wert...


    hier noch ein bisschen zum Lesen dazu


    http://n.angehoerige-hessen.de…wichtig_fuer_gelingen.pdf


    https://w3-mediapool.hm.edu/me…7/sta_steckermaier_M8.pdf


    http://www.intakt.info/forum/f…r?11752-Individualhelfer=


    PS: Birgit A gefällt das natürlich nicht, dass dein Gespräch bei der Caritas so wenig hilfreich verlaufen ist, ich wollte eigentlich nur auf Zitat klicken

    Schöne Grüße von Birgit, Mama vom

    • "Zwerg", geboren 2000 mit Tris21 und 'ner Reihe von Zusatzdiagnosen, gsd trotzdem topfit und zuckersüß
    • "Großen" ,gsd genauso topfit und zuckersüß (lässt sich aber leider seit längerem nur noch von wesentlich jüngeren Frauen knuddeln)

    3 Mal editiert, zuletzt von Birgit A ()

  • Birgit, leider ist es tatsächlich so, das es in der Stadt selber nur ein Anbieter gibt. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe.
    Grundsätzlich ist das alles eh mega, mega kompliziert. *seufz*


    Ich glaube das größte Problem bei mir ist tatsächlich das ich sehr fit wirke. Unabhängig davon, das man mir die Behinderung nicht ansieht. Ich kann recht genau sagen wo meine Probleme liegen und wobei ich Hilfe brauche. Ich glaube, damit kommen solche Leute irgendwie nicht klar. :(


    Ich wird mir mal das eine PDF durchlesen und hoffe, das ich dann damit weiter komme.
    Naja und wenn ich dann erstmal ein gesetzlichen Betreuer habe, sollte es eigentlich leichter werden. *denk* Ich muss dem Betreuer dann nur irgendwie klar machen das ich tatsächlich solche Einschränkungen habe... Glaubt mir ja kein Mensch, wenn er mich sieht ... :(
    Leider habe ich im Bereich seelische Behinderung bisher noch nie etwas von einem persönlichen Budget oder ähnliches mit bekommen, obwohl ich schon in vielen Foren war...

  • Liebe Trixi,


    das glaube ich gleich, dass in einer kleineren Kommune nur 1 Träger und mit nur 2 Angeboten aktiv ist - nicht gut zum aussuchen aber Realität....


    das pB bei seelischer Behinderung ist aber nicht selten, wie ich festgestellt habe http://www.bag-ub.de/dl/projek…-persoenliches-budget.pdf hier in dieser Untersuchung von 2012 ca 40% aller Budgetnehmer mit dieser Behinderungsart....


    Ich glaube tatsächlich das große Problem ist die Bedarfsfeststellung.
    grundsätzlich wohl immer bei seelischen Behinderungen aber in deinem Fall vielleicht auch, weil ich meine du hattest bis jetzt Unterstützungsbedarf ausschließlich?/mehrheitlich? privat geregelt, oder?


    Da hilft vielleicht auch mehr eine kompetentes medizinisches Gutachten und die Einschätzung des kommunalen Sozialdienst als ein gesetzlicher Betreuuer?


    Da wünsch ich di, dass du kompetente Unterstützung fundest ....für Verfahrensfahren zum pB auch gernebei mir nachfragen


    alles gute!!!!!

    Schöne Grüße von Birgit, Mama vom

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    Einmal editiert, zuletzt von Birgit A ()

  • Meine Therapeutin ist Fachärztin und die schreibt sicher irgendwas, wenn sie gefragt wird... Sie unterstützt mich da ja auch sehr.
    Das Problem ist nur, das ich alleine einfach völlig überfordert mit dem ganzen Kram bin. Von daher ist es gut, wenn ich dann eine gesetzliche Betreuung habe, deren Aufgabe es ist, sich darum zu kümmern.


    Ich hab mich jetzt entschieden erstmal den Mann zu nehmen. Wechseln kann ich später auch noch, wenn ich merken sollte das es gar nicht geht... Wichtig ist jetzt erstmal nur, das ich nicht zu lange warte, sonst verzögert sich alles ja noch mehr...


    Weitere Termine habe ich was das Thema Betreuung etc. angeht jetzt erstmal nicht... Kann sowieso nicht alleine hin gehen und momentan bin ich auch mehr als erledigt... Muss gucken das ich irgendwie die Tage ohne zu viel Stress rumkriege und so. *nerv*