Ratgeber / Biografien von Eltern für Eltern behinderter Kinder

  • Hallo, ihr Lieben,


    ich würde hier gerne Biografien und Ratgeber von Eltern sammeln, die über die Entwicklung bzw. das Leben mit ihren behinderten Kindern Bücher oder Berichte veröffentlicht haben. Mittlerweile gibt es ja einige Bücher auf dem Markt, sodass man den Überblick verliert. Das war vor 15 Jahren noch anders, da gab es nur einige wenige, die sich getraut haben, zu publizieren Und wenn, dann im Rahmen von Selbsthilfegruppen und Vereinen.


    Für mich gab es damals solche Bücher wie die von "Charlotte Moore - Sam, George und ein ganz gewöhnlicher Montag." Es war sehr interessant, doch das Leben von Frau Moore war so völlig anders als unseres und nicht vergleichbar. Darum habe ich den Weg in die Selbsthilfe gewählt, denn in einer der Gruppen tummelten sich die Eltern, die sozusagen die "Urmütter" der Szene waren. Die, die vieles auf den Weg gebracht und durchgekämpft hatten, von dem wir heute profitieren können und deren Kinder heute ihren Weg gefunden haben - in der Wissenschaft oder in den Medien.


    Leicht frech beginne ich also hier mit meinem Tagebuch bzw. der Sammlung von Geschichten von Eltern autistischer Kinder (HFA), die Ähnliches erlebt haben. Der Protagonist heißt Justus und vereint all die Jungen, die - in den 1990-er-Jahren geboren - Erfahrungen in Schule, bei Behördengängen und Arztterminen teilen, bzw. deren Eltern mir bei der jahrelangen Recherche von ihren Erlebnissen berichtet haben und deren Schilderungen unseren so oft ähnelten.


    Hier der Klappentext und das Vorwort:


    "In Felix veritas - Aus dem Tagebuch einer Asperger-Mutter"


    Wer es noch nicht kennt ...


    ... - der Klappentext:


    Aus dem Tagebuch einer Asperger-Mutter erzählt Klara Westhoff 18 Jahre
    der Geschichte einer Familie mit einem autistischen Sohn. 18 Jahre
    Entwicklung, 18 Jahre Freude, 18 Jahre Kampf gegen Behörden, Schule und
    all die, für die Autismus einfach nur ungezogenes Verhalten ist.
    Asperger-Eltern werden vieles wieder erkennen, vieles neu entdecken und
    sich über vieles mitfreuen können. Hier
    finden sie eine Sammlung von dem, was Asperger-Eltern und ihre Kinder
    ausmacht. Geschichten von Ausgrenzung und Trauer. Geschichten von Wut
    und Tränen. Geschichten von Liebe und Glück. Geschichten von Felix,
    Justus, Nils und all den anderen, für die Felix und Justus und Nils die
    Synonyme sind.


    Vorwort


    In Felix veritas? Im Glück liegt die Wahrheit? Nein, in Felix liegt die
    Wahrheit. Ist das korrektes Latein? Oder besser korrektes Lateinisch?
    Kann ich nicht sagen, ich war einer der „Franzosen“ auf dem Gymnasium.
    Doch, dass in Felix die Wahrheit liegt, in meinem Sohn Felix, ja, das
    weiß ich genau.


    Felix ist Autist. Felix ist echt genial. Das, was
    er so manchmal sagt, welche philosophischen Bemerkungen er macht, das
    haut mich jedes Mal um. Und lässt mich eine Weltsicht einnehmen, die ich
    ohne ihn nie bekommen hätte. Einen Blick auf die Dinge, eine
    Gelassenheit und viele schöne und unschöne Wahrheiten, die für mich
    Bereiche des Denkens öffnen, die mir ohne Felix für immer verschlossen
    geblieben wären.


    In Felix veritas – im Glück liegt die Wahrheit. Felix ist für mich das Glück, auch das.


    Für ihn, für mich, für Asperger-Eltern, für alle Leser möchte ich das
    sammeln, was Felix ausmacht. Das, was er an Wichtigem zu sagen hat.


    In Felix liegt die Wahrheit. Und nicht nur in ihm. In ganz vielen
    Äußerungen anderer Autisten. Klar, kurz, doch voller Poesie. Oder knapp
    und mitten ins Herz treffend. Oder prägnant – und dabei den Kern der
    Dinge erfassend.


    Das, was viele Autisten ausmacht – ihr Blick auf
    die Details, die wir als Nicht-Autisten so oft übersehen, das könnte
    unser aller soziale Fähigkeiten immens verbessern. Würden wir uns
    einlassen, auf andere Ideen, anderes Erleben, andere Gedanken: Das
    Verstehen von Andersartigkeit käme in unserer Gesellschaft von ganz
    allein.
    Doch bisher ist unsere Gesellschaft nicht so. Sie grenzt
    aus, sie lässt nicht zu. Sie sieht das große Ganze, doch nicht den
    Einzelnen, die Details. Schade.


    Darum möchte ich vieles sammeln,
    was Asperger-Eltern und ihre Kinder ausmacht. Geschichten von
    Ausgrenzung und Trauer. Geschichten von Wut und Tränen. Geschichten von
    Liebe und Glück. Geschichten von Felix, Justus, Nils und all den
    anderen, für die Felix und Justus und Nils die Synonyme sind.


    © 2014 Klara Westhoff
    https://tredition.de/autoren/klara-westhoff-13963/


    Und nun seid ihr dran: Welche Biografien oder Ratgeber von Eltern haben euch beeindruckt? Was möchtet ihr empfehlen?

    Dateien

    ........................................
    Liebe Grüße von Klara


    "Das, was mich behindert,
    damit lerne ich zu leben.
    Der, der mich behindert,
    der lässt mich im Leben leiden."


    © Klara Westhoff

    3 Mal editiert, zuletzt von Klara ()

  • Hallo, ihr Lieben,


    Ich hoffe sehr der Termin ist positiv verlaufen....


    ... nö, leider nicht. Ich erzähle später mehr, bin noch zu aufgeregt. Zum Glück war eine fähige Anwältin dabei, sonst hätte ich vorm Richter geheult :-(

    ........................................
    Liebe Grüße von Klara


    "Das, was mich behindert,
    damit lerne ich zu leben.
    Der, der mich behindert,
    der lässt mich im Leben leiden."


    © Klara Westhoff

  • So, ordentlich Tee getrunken und böse Kohlenhydrate verschlungen - der Frust ist nun etwas abgeflaut, doch noch lange nicht weg.


    Eigentlich wollte ich dem jungen Herrn Justus einen guten Tag vor Gericht gönnen. In den letzten Jahren ist so viel schief gelaufen, wir mussten ihm so oft von unserem Unverständnis gegenüber Richtersprüchen und seltsamen unfähigen Anwälten erzählen, da, ja, da habe ich gehofft, dass heute, wo er selbst dabei war, er wieder Vertrauen fassen konnte.


    Tja, hat nicht ganz geklappt. Auf dem Weg zum Auto meinte er zu mir nur: "Irgendwie war der Richter voreingenommen, findest du nicht auch?" Ja, finde ich.


    Einen Pluspunkt konnte ich ihm aber heute bieten: eine wunderbare, fähige Anwältin, die mit dem Richter sachlich, aber forsch um die Einschätzung der Rechtslage gerungen hat. Ohne sie und allein im Sozialgericht wäre ich heute kurz vorm Heulen gewesen, denn der Richter hat die ganze Zeit darauf rumgeritten, dass ich in kurzer Zeit mehrere Anträge ans Jugendamt gestellt hätte. Ich könne doch nicht so lange Anträge stellen, bis mir der Bescheid dann passt. Und der Mitarbeiter des Jugendamt hätte aus reiner Fürsorge beim Jobcenter nachgefragt. Warum ich denn nicht den Rechtsweg der Klage beim Jugendamt gewählt hätte. Unmöglich, mien Verhalten.


    Aha, das hat der Herr Richter also geglaubt? Nein, leider war es so nicht. Der Herr vom Jugendamt ist deren Justitiar - und er hatte mich in der Hand, vor dem Verwaltungsgericht hätten wir null Chance gehabt. Und die ganzen Anträge? Die waren auf sein Anraten hin. Und es waren genau genommen nur zwei. Denn zu Beginn bekam ich einfach keinen rechtsmittelfähigen Bescheid, doch ich brauchte sofort eine Klärung. Hatte ja super geklappt. Oder auch nicht. Der Herr Justitiar kriegt endlich Wind davon, warum Justus nicht zur Schule gegangen ist und dass es um einen übergriffigen Lehrer ging. Da, genau dann, sprach er davon, einen neuen Antrag zu stellen und er würde sich überlegen, wie man Justus helfen könnte. Sehr witzig. Ich lache heute noch. Wieder einmal bin ich auf den Typen reingefallen. Einfach zu blöd und zu blauäugig und zu blond - gefärbt.


    Nund denn, ihr könnt euch denken, wie es ausgegangen ist. Wir sind nicht auf eine Klageabweisung eingegangen, haben den Antrag erneuert, Herr Richter überlegt, ob er Justus mit einer Strafe von € 150,- sanktionieren wird, da Justus unerlaubterweise das Gericht missbraucht hat (komisch, ein Dejavue, ist mir schon mal passiert) - und dann wird es seinen Weg gehen.


    Mir tut es um das Jobcenter leid. Die sind ein Spielball in der Geschichte, haben da gar nichts zu suchen und genau genommen auch gar nichts dafür. Ich habe mich bei dem Herrn entschuldigt, dass er da reingezogen wurden. Ich hoffe, das wird mir jetzt nicht auch noch negativ ausgelegt. Aber es war mir ein Bedürfnis.


    So viel zu unserem Eröterungstermin vor Gericht. Und hätte ich mehr Erfahrung, wüsste ich schon vorher, dass 20 Minuten Zeitvorgabe nur bedeuten kann, dass die Entscheidung schon feststeht. Nächstes Mal weiß ich es besser. Vielleicht.

    ........................................
    Liebe Grüße von Klara


    "Das, was mich behindert,
    damit lerne ich zu leben.
    Der, der mich behindert,
    der lässt mich im Leben leiden."


    © Klara Westhoff

  • Ohne Worte... :thumbdown:


    Nund denn, ihr könnt euch denken, wie es ausgegangen ist. Wir sind nicht auf eine Klageabweisung eingegangen, haben den Antrag erneuert, Herr Richter überlegt, ob er Justus mit einer Strafe von € 150,- sanktionieren wird, da Justus unerlaubterweise das Gericht missbraucht hat (komisch, ein Dejavue, ist mir schon mal passiert) - und dann wird es seinen Weg gehen.


    https://www.bing.com/images/se…ectedIndex=298&ajaxhist=0

  • Ab 18:00 Uhr hier zu hören: http://rrf1.radio.de


    Yeah! Mein Autismus-Ratgeber ist heute Thema bei Klaus und Ute Opitz vom inklusiven Rintelner Rundfunk.


    https://www.facebook.com/Liter…035248474/?type=3&theater

    ........................................
    Liebe Grüße von Klara


    "Das, was mich behindert,
    damit lerne ich zu leben.
    Der, der mich behindert,
    der lässt mich im Leben leiden."


    © Klara Westhoff

  • Neu erstellte Beiträge unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.

    Die letzte Antwort auf dieses Thema liegt mehr als 365 Tage zurück. Das Thema ist womöglich bereits veraltet. Bitte erstellen Sie ggf. ein neues Thema.