Für eine wissenschaftliche anonyme Studie suchen wir Menschen mit geistiger Behinderung

  • Liebe Mitleser*innen,

    ich hoffe ich bin mit meinem Anliegen hier richtig und hoffe auch, dass ich gegen keine Forenregeln verstosse.

    Mein Name ist Sharron Gibson und ich arbeite bei USUMA GmbH, einem Sozialforschunginstitut in Berlin.

    In Zusammenarbeit mit einem rennomierten Psychologieverlag (Pearson) führen wir, USUMA GmbH, eine Studie zur Untersuchung der kognitiven Fähigkeiten und der Beobachtungsgabe von Personen im Alter von 4 bis 69 Jahren durch.

    Dies dient dazu, ein psychologisches Verfahren namens Raven’s 2 Progressive Matrices – Clinical Edition (Raven’s 2) zu entwickeln, bei dem der Einfluss von sprachlichen Fähigkeiten und kulturellen Unterschieden auf die Ergebnisse minimiert werden soll.

    Um eine repräsentative Stichprobe zu bekommen, sind wir auf der Suche nach Menschen mit einer geistigen Behinderung (diagnostizierter IQ < 70) zwischen 4 und 69 Jahren.

    Der Test dauert 45 Minuten und wird mit 20 € honoriert.

    Sie leisten durch die Teilnahme an der Umfrage einen erheblichen Beitrag zur aktuellen Entwicklungsforschung in Deutschland.


    Die Erkenntnisse werden dazu genutzt, um ein Messinstrument zu optimieren. Damit unterstützen Sie die gezielte Förderung von Kindern und Jugendlichen.


    Wir freuen uns, wenn Sie uns bei dieser interessanten Studie unterstützen können!


    Für weitere Informationen erreichen Sie mich unter:
    sharron.gibson@usuma.com
    030 / 92 70 28 80

  • Hallo, Sharron,


    so weit ich es verstehe, geht es um einen IQ-Test, der nichtsprachlich ist und weiter verifiziert werden soll, was ja auch für viele autistische Menschen sehr wichtig ist. Warum wird da nur nach Probanden mit einem niedrigen IQ gesucht? Nichtsprachlich oder angewiesen auf Unterstützte Kommunikation sind doch so viele andere behinderte Menschen auch, sogar welche mit hohem IQ.


    Oder gibt es dafür extra Studien eures Instituts?

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    Liebe Grüße von Klara


    "Das, was mich behindert,
    damit lerne ich zu leben.
    Der, der mich behindert,
    der lässt mich im Leben leiden."


    © Klara Westhoff

  • Hallo Frau Gibson,


    ein Blick auf die Website Ihrer GmbH zeigt mir, dass Ihre Firma „Markt- und Sozialforschung“ betreibt, in dieser Reihenfolge, und nicht allein, wie hier beschrieben, Sozialforschung. Als gebranntes Kind, und durch einen kleinen Einblick in die Disziplin der empirischen Sozialforschung bin ich skeptisch gegenüber solchen Ansinnen, und würde den Usern von einer Beteiligung abraten, sofern nicht transparenter gemacht wird, worum es geht und wessen Interesse das Ganze dient, bzw inwieweit ökonomische Ziele (Verkauf der Tests durch Pearsen) mit einfließen.


    Übrigens möchte ich stark bezweifeln, dass innerhalb standardisierter Verfahren der Einfluss von Kultur und Sprache auf Testverfahren so wesentlich minimiert werden kann. Der wesentliche Einfluss von zb kultureller, auch sprachlicher Diversität spricht ja gerade GEGEN die pauschale Einsetzbarkeit standardisierter Erhebungen.


    Grüße

    Enscha - mit Hans im Glück (frühkindlicher Autismus, und Pubertät)
    "Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative, und eine komische."

    2 Mal editiert, zuletzt von Enscha ()

  • Hallo Clowni,


    das wird schon beworben und bald veröffentlicht, inklusive „Sprachfreier und kulturunabhängiger Testinhalt

    https://www.pearsonclinical.de/ravens-2.html


    Tatsächlich ist der Ravens wohl besser, weil barrierefreier, aber ich bleibe sehr skeptisch bezüglich der kulturellen und sprachlichen Universalgültigkeit.


    Grüße

    Enscha - mit Hans im Glück (frühkindlicher Autismus, und Pubertät)
    "Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative, und eine komische."